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Die Welt der Portale und Tore öffnet die Räume des ehemaligen Benediktiner Klosters, in denen Fragmente der ursprünglichen Architektur erhalten geblieben sind.

Über den Paradieshof gelangt man in den ehemaligen Kreuzgang, der die letzte Erinnerung an das Benediktiner Kloster ist, das an diesem Ort im 12. Jahr hundert gegründet wurde. In der Stille des Kreuzgangs ruhen symbolisch Grabsteine des Adelsgeschlechts Osovský von Doubravice, das in der Mitte des 16. Jahrhunderts die Geschichte des Klosters in die Geschichte des Schlosses umschrieb.

Nachfolgender Teil der Ausstellung zeigt zum ersten Mal Sakralstatuen aus der Museumssammlung.

In drei kleineren Räumen wird dann das Thema der Religionsgeschichte der Region vollendet. Der erste Teil bietet Einsicht in die Geschichte von zwei bedeutenden Konventen, die mit der Stadtgeschichte eng verbunden sind: die ursprünglichen Benediktiner, die die mittelalterliche Landschaft besiedelten und kultivierten und die späteren Kapuziner, die am Ende des 17. Jahrhunderts durch die Waldsteiner Schlossherren in der Stadt ansässig wurden.

Der zweite Teil ist der baulichen Entwicklung des Benediktiner Konvents gewidmet und präsentiert nicht nur gefundene Fragmente der Klosterarchitektur, sondern auch ein virtuelles Modell der Entwicklung des gesamten Komplexes im Laufe der Jahrhunderte: Von ältesten Klostergebäuden bis zur Umwandlung zum Renaissance-Adelssitz, sowie seine späteren barocken Umbauten.

Der abschließende Teil der Ausstellung erfasst tragische Schicksale der Kirche und ihrer Vertreter in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Wie das kommunistische Regime mit der starken Religiosität der Region, die die geistige Haltung der hiesigen Menschen seit langer Zeiten prägte, umgegangen ist, zeigen Erinnerungen an zwei Präzedenzfälle aus Vysočina: Číhošť und Babice.

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